8

Jan

2010

Das erste Date – und was krieg ich?

19:07,

Tina Englisch

Den Mann meiner Träume – George Clooney, Brad Pitt, Keanu Reeves und Konsorten? Die Frau mit den Maßen 90-60-90 á la Barbie; super-intelligent wie Marie Curie, und trotzdem das perfekte Heimchen, das im Zweifelsfall immer dem Mann recht gibt; und auch im Bett mindestens Basic Instinkt-Qualitäten aufweist (nur den Eispickel darf sie daheim lassen, wenns recht ist)?

Das erste Date; die Erwartungen sind hoch: die Fotos wurden ausgetauscht, wir erwarten… das Unerwartete; das, was alle unsere Vorstellungen und Träume übersteigt… warum? Weil uns die Medien das so erklären. Meinte doch schon Barbra Streisand in „Liebe hat zwei Gesichter“ ironisch: „wenn ich nicht beim ersten Kuss im Hintergrund Bocelli singen höre, schmeiss ich ihn raus…!“ Aber ist das Liebe? Oder ist das unsere romantische Vorstellung davon, was Liebe sein kann?

Liebe kann auch das sein, was oben beschrieben ist: Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, Romantik in allen Ecken und 100de Blicke stündlich aufs Telefon… Und unbestritten – wenn beim ersten Date keine Emotionen da sind – und ich meine wirklich GAR KEINE – dann wird sich das auch nicht ändern, wenn wir uns noch weitere zehn Male treffen. (Ok, vielleicht wenn zwischen dem ersten und dem letzten Date 15 Jahre liegen… ; )!) Unser Instinkt verrät uns sofort, ob Anziehung vorherrscht, oder eben nicht. Woran liegts? Ob es uns nun gefällt oder nicht, es liegt… im ersten Moment an der Optik. Weil wir „faschieren uns homogen“, wie Bernhard Ludwig so schön sagte… Evolutionsbedingt, denn wir wollen die besten Vorraussetzungen für unsere Kinder schaffen.

Übrigens: Evolutionsbedingt ist es nicht von Vorteil, magersüchtig zu sein… also, dies geht jetzt an alle Frauen mit übermässigem Schlankheitswahn: die meisten Männer finden Frauen schön, die auch wie Frauen aussehen! Skelette sind ja nicht umsonst die Flopp-Fotoserie vom Playboy… ; )

Letztlich ist es nicht unser Hirn, das über Zustimmung oder Ablehnung entscheidet (es entscheidet höchstens, dass die Wahl, die unser Instinkt gefällt hat, rationell weniger vorteilhaft ist), sondern unsere Sinne sagen uns, wo es langgeht. Also: Augen, Nase und die emotionale Instanz – auf „guat Deutsch“ das Herz! Und das sieht sowieso viel besser als alle Augen der Welt zusammen es beherrschen würden… ; )

Und dann… dann kommt die Liebe! Die Liebe, das ist das schöne Gefühl, das wir empfinden, wenn wir mit unserem Partner zusammen sind: und jetzt kommts: aber nicht, weil er so toll ist (das ist die romantische Liebe), sondern, weil wir an der Seite dieses Menschen wir selbst sein können und genauso geliebt werden, wie wir sind. Und diese Liebe natürlich erwidern. Mit all unseren Eigenheiten, die andere vielleicht als Fehler bezeichnen… aber wir haben keine. Kein einziger von uns… (wir machen gelegentlich welche ; )!) Das ist die Liebe jenseits von Romantik… die Liebe, die trotzdem liebt…ohne Erwartungen!

In diesem Sinne…

Finde Deine Liebe!

Eure

Tina Englisch

Gepostet in: Date, Liebe, Single



Kommentare 11

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10.01.2010 | 16:36

Hallo Tina,

wie wahr, wie wahr!
Oder auch: habe ich das nicht schon irgendwo einmal gehört?
Die Gedanken schweifen zurück in die Jugendzeit und bleiben
hängen bei der Ratgebertante (oder -onkel) einer Jugendzeitschrift.
Stand da nicht schon damals irgendwie das gleiche drin? Oder in
der Frauenzeitschrift, die man(n) natürlich nur aus lauter Langeweile
beim Friseur gelesen hat. Nun macht die dauernde Wiederholung
dieser psychologischen Allgemeinplätze diese nicht weniger wahr,
aber eine Frage stellt sich trotzdem: Wenn diese Thesen doch beinah
überall in ähnlicher Form abgedruckt werden: warum haben sie offensichtlich
nicht den gewünschten Effekt?

Und nun kommen meine Theorien zu diesem Thema. Diese sind nicht überall zu lesen,
politisch vielleicht nicht unbedingt korrekt, aber eine gewisse Wahrheit
besitzen sie meiner bescheidenen Meinung nach schon.

Im Mikrokosmos einer Internetplattform wie auch dieser, treffen menschen mit absolut
unterschiedlichen Beweggründen, Motiven und Erfahrungen aufeinander. Während die einen
– nach vielen negativen Erfahrungen – geradezu verzweifelt auf der Suche nach DEM Deckel
für ihren Topf sind, sind die Vertreter des anderen Extrems lediglich auf der Suche nach der
eigenen Bestätigung – schnackseln inklusive. Dazwischen gibt es noch alle denkbaren
Zwischenstufen. Während die Selbstbestätigungsfraktion selten unter Selbstzweifeln leidet,
gilt für viele der “Verzweifelten” schlicht das Gegenteil. Viele haben gar schon böse Verwundungen
ihrer Seele erlitten bei der Suche nach der “wahren Liebe”. Und leider sind sie für gewiefte
“Ausnutzer” leichte Beute. Was dann zur letzten Verteidigung führt: fast grenzenloses Misstrauen,
um nicht wieder verletzt zu werden. Misstrauen ist aber genau das, was der Start einer neuen Liebe
überhaupt nicht gebrauchen kann. Leider können nicht einmal die gutgemeinten und richtigen Ratschläge
(wie die Deinen) diesen Menschen helfen – die Angst vor weiterer Kränkung und Verletzung ist größer als
die Hoffnung auf neues Glück! Dies ist ein Dilemma, welches sehr schwierig (zumindest im Rahmen einer
Kennenlernplattform) zu lösen ist.
Da ich jedoch hier auch konstruktiv schreiben möchte, möchte ich wenigstens versuchen, ein wenig
Hilfe zu leisten.

Dazu nun mein Berggleichnis – (c) garantiert bei mir :-)

Liebe User, die ihr euch hier wiedererkannt habt, es gibt zwei Sorten von Menschen: die Mittelgebirgler
und die Hochgebirgler. Wir waren wohl alle mal Hochgebirgler, doch viele wurden durch böse Erfahrungen
zum Mittelgebirgsmenschen. Mittelgebirgsmenschen leben ein Leben mit angezogener Handbremse; es geht
nicht so weit herauf, dafür ist aber auch der Fall nicht so tief und tut nicht so weh.
Ihr müsst euch “nur” daran erinnern, wie es im “Hochgebirge” war: GANZ oben zu stehen, den Ausblick
zu genießen, dieses einzigartige Gefühl vollkommenen Glücks auf sich wirken zu lassen – ein Gefühl, das
süchtig macht! Doch wenn man/frau von ganz oben fällt, dann ist der Fall viel tiefer, viel schmerhafter – etwas
was kein mensch gern wiederholen möchte. So werden aus vielen Hochgebirglern nach dem x-ten Absturz eben
jene Mittelgebirgsmenschen, die nicht mehr tief fallen können, weil sie einfach nicht mehr so hoch aufsteigen.
Aber dadurch auch das große Glück nicht mehr erleben können. Das leben IST Risiko: Risiko zu fallen, aber
auch das “Risiko” glücklich sein zu können! Wenn ihr also tief unten im Tal seid, dann schaut nicht zum niedrigen
Gipfel auf: Dreht euch um und schaut auf zur erhabenen Spitze, die schon in der Sonne schneeweiß glänzt! Ist der
Gedanke, hier wieder oben zu stehen, nicht das Risiko des Absturzes wert? Fragt euch das selbst immer wieder!
Denn eins ist bei jedem Menschen gewiss: er oder sie KANN sich wieder aufrappeln und wieder ganz nach oben
kraxeln, wenn er gefallen ist – ihr müsst es “nur” versuchen!

In diesem Sinne…
(und mit daumendrückenden Grüßen!)

Dein (Euer) Bruno

brunobopp

10.01.2010 | 21:25

Lieber Bruno, danke für Deinen Kommentar und Deine Anregungen, ich werde mich einer ausführlichen Antwort in meiner nächsten Kolumne widmen ; )

bis dahin, und in diesem Sinne © ; )

alles Liebe!!!
Tina

tinaenglisch

12.01.2010 | 14:28

@brunobopp
dein Eintrag hört sich nach viel Hoffnung an :) ist schön sowas zu lesen ;D

asti1986

14.01.2010 | 23:10

hallo tina ich nehme an das ist ein flüchtigkeitsfehler: ” das perfekte Heimchen, d a s s “.
lg r

raureif

15.01.2010 | 11:32

ui…. :) ) ja danke fürs aufmerksam machen, kann passieren… ;) Frau Lehrerin ;) )) *zwinker + lach

tinaenglisch

19.01.2010 | 21:38

Hallo Tina
Ich habe deinen Beitrag gelesen, stimme ihm aber nicht wirklich zu in einigen Bereichen.
Wir finden das Anziehend was wir kennen, Ergo das was aus unserer Prägung kommt. Es ist nicht das Herz was Entscheidet, sondern das Unterbewussein. Alle Sinnes Infos gehen in unser Unterbewussein, das ist das Gedächnis was seit der Zeugung Arbeitet. Alle Sinneseindrücke sind Gespeichert darin. Das weltbild, also das was wir von der Welt denken, wir bereits durch die Emotionen der Mutter geprägt. Einmal durch Hormone Endorfine oder Adrenalin. Entspannung Anspannung, und die Muskelspannung. Ist Mutti entspannt Glücklich, fühlt sich die welt Gut an. Sollche Frauen haben oft keine Probleme mit der Schwangerschaft. Trägt frau aber das Gegenteil an überzeugung in sich, wird diese durch die anspannung weiter gegeben. Die Embryos sind Unruhig usw.
Das Unterbewussein scannt unsere Eindrücke genau nach dem Bild ab. Bekanntes vermittelt Sicherheit. Lerne ich jemanden Kennen, der eine änliche Struktur hat, entsteht das Gefühl von vertrautheit. Vertrautheit gleich Sicherheit. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Positives oder Negatives Muster handelt. Nach dem Muster suchen wir unbewusst.
So ist es nicht Verwunderlich, das Frauen die Gewalt erlebt habe und jetzt sagen, das ist vorbei. Männer kennen lernen die nach kurzer Zeit ein änliches Muster zeigen. Die Frauen sagen dann, Der war so nett am Anfang, warum ist das auch so ein Gewaltkerl. Nach unserem Unterbewusssein entscheiden wir. Nicht der Verstand oder das Herz.
Erst in dem Moment wo ich mich auseinandersetze damit und sage, warum kommen immer die Gleichen Frauen oder Männer., kann sich was verändern. Ich muss mir mein Weltbild ansehen, Nicht mit dem Verstand. Sondern mit meinen Gefühlen.
Habe ich ein bejahendes Menschenbild oder ein Verneinendes. Sind Menschen Gut und vertrauenswürdig oder nicht. Das Gefühl ist das instrument , was letzlich zu verändetung führt.
Ich kann diese unterbewusste Struktur verändern, dazu muss ich erlich sein mit mir. Mir Gefühle angucken, vielleicht den Schmerz, und dann geht es um eine Entscheidung, will ich mich auf das wagnis einlassen, eine andere Welt kennen zu lernen, in der ich mich nicht auskenne. In dem Moment wo ich mich schlicht entscheide, für jemanden, der überhauptnicht mein Typ ist. von seinem Auftrehten, Charakterzügen, gibts die Chance wirklich Neuland kennen zu lehrnen. Und wieder ist und Bleibt Komunikation der Schlüssel zum Glück. Über sich Reden, seine Gefühle, nachfragen, warum machst du das so.
Wenn Singels sagen, ich treffe immer die Gleichen Typen und immer geht was schief. Lasst euch gesagt sein. schaut eurer inners Bild der Welt an. Darin liegt der Schlüssel eurer Anziehung. Ein Gutes Buch ist Herzmangnet, das könnte weiterhelfen wenn jemand feststeckt.
Ich grüße Euch und Tina
Kasriel

kasriel

19.01.2010 | 23:04

Lieber Kasriel, jetzt muss ich grinsen: und wenn unser Unterbewusstsein entscheidet, wo spüren wir das dann? Im Herzen… das ist es, was ich damit meine. Unser Unterbewusstes entscheidet vielleicht, aber kein Mensch von uns ist in der Lage zu sagen: Ich habe gespürt, mein Unterbewusstes hat die Entscheidung getroffen und deshalb mache ich X. Die Instanz der Entscheidung ist das Unterbewusste, da gebe ich Dir recht. Auch indem Du sagst, dass diese Entscheidungen geprägt sind durch Erfahrungen, die wir unser Leben lang gemacht haben. ABER: spüren geht nur über das Herz, deshalb fällt es uns auch leichter, auf unser Herz zu hören, als auf unser Unterbewusstes, denn das funktioniert so eigentlich gar nicht. Also schon, aber dazu braucht es viel Meditation, Zentrierung und Spiritualität, um den Visionen des Unterbewussten auf die Spur zu kommen, und das sprengt hier eindeutig den Rahmen. Wenn mein Herz nun immer wieder auf den gleichen Typ Mensch anspricht (und das tut es nur, solange ich noch in Abwehrhaltung der unerwünschten Handlung gegenüber bin), treffe ich irgendwann die Entscheidung: es ist genug – und mache etwas dagegen, oder ich bleibe dabei. Die Entscheidung kommt immer dann – und zwar ganz von selbst – wenn der Leidensdruck gross genug ist. Davor? Kann kommen wer will… Lieber Kasriel, das Problem daran ist: solange Menschen noch gefangen sind in den Mustern des Herzens werden sie andere Menschen nicht in Erwägung ziehen… weil das Unterbewusste eben nicht anspricht. Und dann kannst reden, bis der Mund fusslig ist… Erst die bewusste Entscheidung, etwas zu ändern wird das Ohr in diese Richtung öffnen. Und dann ist der erste Schritt: Frieden schliessen mit der Vergangenheit: denn erst, wenn ich in Liebe auf das hinschauen kann, was geschehen ist, kann ich weitergehen. (auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt hier gesteint werde, weil mir gesagt wird – wie kann ich auf jemanden in Liebe hinschauen, der mich geschlagen hat? – nun – indem ich erkenne, dass ich daraus gewachsen bin und nur so zu dem liebevollen Menschen werden konnte, der ich eben jetzt bin!)
Alles Liebe
Tina

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