19
Feb
2010
Sex sells… vom Sex als Konsumgut und über die romantische Liebe
21:09,
Tina Englisch
Ich hätte gerne… ein Kilo Liebe… aber zum Mitnehmen. Im Wegwerfbeutel ; )!
Wie schon in der letzten Woche sind wir nochmal dort zu Gast, wo man normalerweise in Alltagsgesprächen lieber aussen vor bleibt… in der Intimsphäre, genauer gesagt, beim Sex. Diesmal geht es – um die sexuelle Zufriedenheit.
Schon mal ein relativ schwieriges Thema für den Dauersingle, denn der hat nicht schon jemanden parat (ok, nicht alle!), sondern ist darauf angewiesen, dass seine Wochenendakquise immer wieder mit Erfolg gekrönt ist; es sei jetzt dahingestellt, ob er dies übers Internet oder live in Discos oder Bars versucht. Der Vollständigkeit halber sei noch aufgeführt, wer hier nicht so erfolgreich abschneidet, dem bleibt natürlich auch noch der Weg in diverse Etablissements…
Jedoch wie schauts mit der Zufriedenheit aus? Und hier zeigen diverse Studien: durch den übermässigen Konsum von Sexualität in den Medien zeigen sich – sowohl bei Menschen, die in Beziehung leben, aber vermehrt bei Singles – erste Abstumpfungserscheinungen. Sex wird einfach „verwendet“ zur Bedürfnisbefriedigung und wird in vielen Fällen nur benützt wie eine Ware aus dem Supermarkt.
Das Problem: Abstumpfung. Mit der Zeit wird der Akt ein immer kürzerer und er bekommt weniger Bedeutung; es geht einfach nur mehr um die „Zielerreichung“, und das auf dem schnellsten Weg. Und irgendwann… ist es einfach nur mehr etwas, was man „braucht“. Und sich dann holt… wie ein Semmerl vom Bäcker.
Was heisst das nun genau? Das besondere, das Erlebnis geht verloren; Sex verkommt zur routinierten Handlung. Wie schon erwähnt zeigt sich dieses Phänomen zwar auch in längeren Beziehungen, aber es tritt auch vermehrt bei Menschen auf, die ihr geregeltes Sexualleben über One Night Stands spielen. Hier ist es die Aufregung der Eroberung, die die Sache spannend macht, oftmals mehr als der sexuelle Akt an sich.
Und das ist schade… denn gerade das Einlassen auf das Gegenüber, das Erkennen des anderen als „etwas Besonderes“, macht den Sex einzigartig und schön, bringt das Erlebnis zu zweit bis zu dem Punkt, an dem sich nicht nur die Körper, sondern auch die Herzen vereinen… und ab dem Punkt ist es dann auch nicht mehr austauschbar.
Was ich damit sagen will… jedem sei seine Art zu leben gelassen, jeder so, wie er gerne möchte. Ab und zu rate ich jedem, aber vor allem denen, die auf der Suche sind nach Abenteuer ohne feste Bindung, zu überlegen, ob sie immer noch das machen, was sie wirklich wollen, und ob es sich für sie auszahlt, anstelle von Liebe Befriedigung wie an der Supermarktkasse zu bezahlen… ; )!
In diesem Sinne…
Finde Deine Liebe! (oder was auch immer Du suchst!)
Eure Tina Englisch
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