30
Apr
2010
Was der Mut alles kann… oder nicht kann ;)
19:07,
Tina Englisch
Aus aktuellem Anlass, diesmal ein ein Artikel zum Thema „Mut“! Nein, nicht der Mut, keine Sorge, ich meine nicht, irgendjemand von euch soll ab nächster Woche mit dem Motorrad durch einen brennenden Reifen über 7 Autos springen, und die Landung auf einem Stiegengeländer slide-mässig nach unten bis zum Stillstand bringen, ohne dabei die Beine auf den Boden zu stellen! Es geht auch nicht darum, in der Apotheke vor vielen, anwesenden Menschen eine Hämorrhoiden-Creme zu verlangen, keiner muss peinliche Grimassen in der Öffentlichkeit ziehen und nein, diesmal spreche ich noch nichtmal von dem Mut, sich zu einem Date zu verabreden (und dann auch noch hinzugehen, OBWOHL es der Traumtyp ist!), diesmal ist alles viel subtiler.
Ich spreche von dem Mut, den es braucht, um nach einer Enttäuschung wieder aus sich herauszugehen, sich aufzumachen auf den Weg des Vertrauens, auf den Weg in ein neues Glück.
Wir alle haben es schon einmal erlebt: uns wurde das Herz gebrochen, wir wurden enttäuscht, verlassen, vielleicht auch belogen oder betrogen… Liebeskummer ist – wahrscheinlich für alle – mit Sicherheit aber für die meisten von uns – leider kein unbekanntes Phänomen. Und egal, wie wir damit umgehen, um den Schmerz zu heilen, brauchen wir ein bisschen Zeit. Für Liebeskummerbewältigung schau mal hier: http://www.love.at/loveblog/2010/01/29/liebeskummer-lohnt-sich-nicht-my-darling/
Was aber, wenn wir zu oft enttäuscht wurden, und uns nicht mehr trauen, unser Herz für die neue Liebe zu öffnen? Wenn wir lieber allein bleiben, als uns auf die Gefahr einzulassen, verletzt zu werden?
Es stimmt zwar, dass wir dann auf der einen Seite nicht mehr verletzt werden, aber auf der anderen Seite bleibt unser Herz kalt und ohne Liebe, wir bleiben in der passiven Haltung, in unserer Verletzung und unserem Schmerz stecken und tragen ihn weiterhin mit uns mit. Und ziehen ihn damit magisch an, denn das ist das Phänomen an „immer den selben Typ“ anziehen: erst, wenn wir ein Problem gelöst haben, sind wir es los. Aber dadurch, dass wir es so gut behüten in unserem Herzen, niemanden dorthin lassen und vielleicht sogar vergessen, dass unser Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung, nach einem Menschen, mit dem wir unser Leben teilen dort drinnen wartet, dass es endlich wieder lieben darf, sind wir es selbst, die den Weg zu einer glücklichen und erfüllten Beziehung versperren.
Das heisst jetzt im Klartext: wenn ich nicht bereit bin, mich voll und ganz einzulassen, sondern nur oberflächlich mein Herz in die Beziehung mit einbringe, warum sollte dann mein Gegenüber das tun? Durch meinen eigenen Umgang mit der Liebe bekomme ich, was ich sende: Menschen, die auf der Suche nach der oberflächlichen Liebe sind. Und das schlimmste daran: die vergessene Stelle in meinem Herzen bleibt verwundet; das heisst, ich trage an Stelle von Glück Angst, Groll und Misstrauen mit mir. Und das wiederum beeinflusst die Liebe zu mir selbst…
Es stimmt, es ist ein Risiko, sein Herz zu öffnen; man kann dabei unheimlich verletzt werden. Aber auf der anderen Seite – es könnte auch funktionieren und unsere Liebe könnte auf die Liebe eines anderen Menschen treffen. Und heute, zum Abschluss nur eine Frage:
Ist die Liebe meines Lebens dieses Risiko nicht wert? Selbst, wenn ich anfangs nur mich liebe, bevor aus dem ich ein wir wird? (http://bit.ly/165Kkz)
In diesem Sinne
Finde Deine Liebe!
Eure
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lenny74
dax11