Online verlieben

Jetzt kostenlos registrieren

Bindungsangst

Das Erkennen von Bindungsangst

Bindungsangst

Viele haben es schon erlebt, doch damit umzugehen ist schwieriger, als man meinen möchte. Gemeint ist das Problem, einen Menschen kennen und lieben gelernt zu haben, der unter Bindungsangst leidet. Ohne sich in der Materie auszukennen, merkt man anfangs kaum, dass solch ein Problem vorliegen könnte. Zu stark sind Euphorie und Verliebtheit, als dass man die oft kleinen Anzeichen einer echten Bindungsangst beim Partner bemerken würde. Doch geht der Adrenalinspiegel langsam wieder Richtung Normalpegel, ist man plötzlich entsetzt, feststellen zu müssen, dass einem der Partner zu entgleiten droht. Eine ständige Abwechslung von Zusammensein und Fernbleiben ist ein Merkmal, das den meisten als erstes auffällt. Der betreffende Partner spricht an einem Tag von großer Liebe und Zukunft und am anderen von Distanzierung, Abwarten und dass er nichts überstürzen wolle.

Was man für einen Partner mit Bindungsangst tun kann

Die Antwort ist ernüchternd. Es ist nicht viel, was Psychologen und Psychiater bisher zu diesem noch relativ neuen Problem aufgedeckt haben. Sicherlich ist der wichtigste Schritt, nachdem man das Problem am Partner erkannt hat, möglichst offen mit ihm zu reden. Immerhin sollen so fast die Hälfte der minderschweren Bindungsangst Probleme gelöst, oder auf ein für beide erträgliches Maß reduziert werden können. Fast immer liegt die Ursache der Bindungsangst in der Kindheit. Verlustängste, hervorgerufen meist durch den plötzlichen Weggang eines Elternteils, steigern und wandeln sich. Spätestens zu Beginn des ersten Versuchs einer Partnerschaft werden sie dann als Bindungsangst wahrgenommen. Der nicht betroffene Partner kann also versuchen, ganz wie ein Psychiater, mögliche Gründe aus der Vergangenheit im Partner zu erkunden. Die wiederholte und ernst gemeinte Bestätigung, dass man sicher glaubt, den richtigen Menschen gefunden zu haben, hilft den Betroffenen oft, über ihren Schatten zu springen.

Bindungsangst – oft das Ende einer Beziehung

Bestehen trotz dieser und ähnlicher Versuche, die Bindungsangst des Partners zu überwinden, sollte man sich allerdings nicht unbedingt auf mehr einlassen. Denn hat man es mit wirklich schweren Fällen dieser psychischen Störung zu tun, ist es zwingend erforderlich, sich einen Selbstschutz aufzubauen. Zu schwer wiegen die Verletzungen allzu oft, wenn man erkennen muss, dass die Liebe, die man seinem Partner entgegenbringt, nicht erwidert wird oder werden kann. Dabei liegt es meist gar nicht an mangelnder Liebe des Gefährten, sondern ist im Krankheitsbild des Betreffenden definiert. Hier ist der bereits erwähnte Selbstschutz dringend angeraten, im tragischsten Fall muss es das Ende der Beziehung sein, das einen vor dem Verlust des eigenen Selbstwertgefühls bewahrt. Denn dazu wird es ohne therapeutische Hilfe in derart schweren Fällen von Bindungsangst kommen, wobei schon die Begleitung während einer solchen Therapie stark belastend sein kann.


Ratgeber